Home
Görlitz ist mit über 3500 eingetragenen Denkmalen und seiner über die Grenzen Deutschlands bekannten Historischen Altstadt eine der schönsten Städte des Landes.  
 
Ein fast einmaliger Bestand an Häusern der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und Klassizismus, der Gründerzeit und der 20iger und 30iger Jahre des vorigen Jahrhunderts verbindet sich mit den besten Beispielen der Stadtbaukunst aus nahezu 1000 Jahren Stadtgeschichte.  
 
Beispielhafte Sanierungen und Restaurierungsleistungen mit einer Tradition von über 100 Jahren lassen den Wandel des Denkmalpflegegedankens genau so deutlich werden wie die Entwicklung und Vervollkommnung handwerklicher und gestalterischer Leistungen.  
 
Längst hat dies unter Fachleuten den Ruf einer „Denkmalstadt“ hervorgebracht. Das Fortbildungszentrum kann dieses offene Lehrbuch der Architektur – Kunst -und Kulturgeschichte täglich nutzen, kann „Bildung am Original“ vermitteln und dies dank eines Fundus an Bergegut auch in den eigenen Werkstätten.  
 
Der Besuch von Baustellen ist hier genau so selbstverständlich wie praktische Übungen zur Vermessung, Bauaufnahme und Dokumentation an hochrangigen Objekten und die Nutzung historischer Quellen in den Museen und Archiven. Nicht zuletzt garantiert die Stadt mit ihrem Flair, dem reichen Angebot an Veranstaltungen, wie dem Straßentheater oder dem Altstadtfest und einer außergewöhnlichen Gastronomie unseren Gästen einen angenehmen Aufenthalt.  
 
Das Barockhaus Karpfengrund 1 (www.gis.goerlitz.de)ist Teil der wertvollen Denkmalsubstanz der Görlitzer Altstadt. Früher gehörte der zweiflügelige Wohnbau als Hinterhaus zu einem reichen Brauhof in der Nikolaistraße.  
 
Mit der Sanierung des Hauses 1993, gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, konnte die Bausubstanz erhalten und für die neue Nutzung als Seminarzentrum und Unterkunftsgebäude ausgebaut werden.  
 
Neben einem großen teilbaren Seminarraum, der Cafeteria mit Küche und einem Klubkeller stehen im Haus 16 Einzelzimmer und 4 Doppelzimmer, ausgestattet mit Duschen und eigenem Sanitärbereich zur Verfügung. Der Hausservice sorgt für eine pensionsmäßige Bewirtschaftung einschließlich Verpflegung.  
 
Die Übernachtungsmöglichkeiten können ganzjährig genutzt werden und sind durch Einrichtung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes auch an andere Einrichtungen und privat vermietbar.  
 
Da im Altstadtbereich Parkplätze nur bedingt verfügbar sind vermitteln wir gerne Stellplätze auf dem öffentlichen Parkplatz an der Hugo – Keller – Straße. (hier Link zum Stadtplan)  
Mit der Sanierung des Hauses Bei der Peterskirche 5a, der alten Lateinschule unmittelbar neben dem Karpfengrund verfügt das Zentrum seit 2003 über neue Räume für den Verwaltungsbereich sowie einen mit moderner Kommunikationstechnik ausgestatteten Seminarraum.  
 
Damit ist die Arbeit mit dem Internet und sind zeitgemäße Dokumentations- und Präsentationstechniken möglich. Unsere zunehmend jungen Kursteilnehmer haben von diesen Angeboten regen Gebrauch gemacht. 2004 werden wir die TU Dresden mit dem Fachbereich Stadtumbau und Stadtforschung im Haus begrüßen können.  
 
Das Waidhaus, Bei der Peterskirche 8, (hier Link zum Stadtplan) der älteste Profanbau der Stadt, dient nach seiner Sanierung 1991 – 1994 als Werkstattgebäude. Wo im späten Mittelalter Färberwaid gestapelt wurde, das Stapelrecht war eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt, arbeiten nun unsere Lehrgangsteilnehmer in modern ausgestatteten Werkstätten. Im Kellergeschoß befindet sich die Mineralwerkstatt und ein dazugehöriges Labor, im Erdgeschoß die Zimmererwerkstatt und ein kleiner Seminarraum. Das 1. Obergeschoß enthält den Sozialbereich, das 2. OG die Malerwerkstatt, das 3. OG die Tischlerwerkstatt mit Maschinenraum. Im Dachgeschoß ist der große Seminarraum und die Bibliothek zu finden. Ein Bistrokeller mit Terrasse steht für die Pausennutzung zur Verfügung.  
und Pflege unseres kulturellen Erbes bedarf in heutiger Zeit ganz besonders der handwerklichen Meisterschaft qualifizierter Fachleute und gut informierter Auftraggeber.  
 
Deshalb und vor dem Hintergrund einer reichen Bau– und Handwerkstradition wurde 1991 das Görlitzer Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege e.V. auf Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stadt Görlitz gegründet.  
 
Im Barockhaus Karpfengrund 1, dem Unterkunfts- und Seminargebäude; dem Waidhaus, Bei der Peterskirche 8 als Werkstattgebäude und dem Haus Bei der Peterskirche 5a dem Verwaltungs- und Seminarbereich, alle mitten in der Historischen Altstadt gelegen, können sich Handwerker und Planer, Denkmaleigener und interessierte Laien zu den verschiedensten Themen der Denkmalpflege weiterbilden.  
 
Theoretisches Wissen, praktische Fähigkeiten und Grundlagen werden von anerkannten Dozenten, die ausnahmslos Meister ihres Faches sind und eigene Betriebe führen, vermittelt.  
 
Moderne Seminarräume und Werkstätten erleichtern die Arbeit. Das Spektrum der Tages -und Wochenkurse, Seminarreihen und Fortbildungslehrgänge ist dabei nicht nur auf die Vermittlung von historischen Handwerkstechniken beschränkt.  
 
In Veranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Denkmalrecht oder zu modernen Diagnoseverfahren zu Forschungsergebnissen im Materialbereich oder Fragen der Dokumentation vermitteln die Referenten den neuesten Wissensstand. Eigene Untersuchungen und Experimente, deren Ergebnisse praktisch zu erfahren sind, stehen den Kursteilnehmern zur Verfügung. Eine reiche Sammlung an Arbeitsproben, Materialien, Mustern, Beispielen und Werkzeugen sowie eine eigene Bibliothek mit ca. 10.000 Titeln garantieren einen anschaulichen und effektiven Unterricht.  
 
Das sich Handwerk und Denkmalpflege und die Nutzung moderner Technik nicht ausschließen zeigt der Einsatz von Computer- und Kommunikationstechnik bis an den Werksplatz.  
 
Grafik, Bildbearbeitung und die Nutzung des Internets sind selbstverständlich. Die Erfahrung aus über 10 Jahren Fortbildung mit mehr als 2000 Kursteilnehmern zeigt, dass die Absolventen konkurrenzfähig sind, ihr Auftragsvolumen halten und zum Teil sogar verbessern konnten.  
 
Absolventen der ersten Lehrgänge sind heute hier oder an anderen Einrichtungen als Dozenten tätig.  
 
 
 
Görlitz
Görlitz
Görlitz